Biennale für aktuelle Fotografie 2017 – Farewell Photography

09/09/2017 – 05/11/2017

Unter dem Titel Farewell Photography stehen bei der ersten Biennale für aktuelle Fotografie - nach sechs erfolgreichen Fotofestivalausgaben in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg - die großen Umbrüche der zeitgenössischen Bildkultur im Mittelpunkt. Seit ihrer Erfindung befindet sich die Fotografie in fortwährender Metamorphose. Jedoch scheinen sich die vergangenen 25 Jahre stärker als zuvor durch ein Moment der Beschleunigung und ein Nebeneinander unterschiedlichster Bildkulturen auszuzeichnen. Längst leben wir im Zeitalter der "networked images", in dem Algorithmen und Programme die Erscheinungsformen, Orte und Verbreitung von Fotografien massiv beeinflussen und das Verhältnis zwischen Fotograf und Fotografiertem, Betrachter und Gesellschaft neu ausgehandelt wird. In sieben thematischen Feldern untersucht die Biennale Material und Verfasstheit, Nutzungs- und Erscheinungsformen, ebenso wie das populäre und gesellschaftliche Potential der Fotografie. Im Wilhelm-Hack-Museum befragt ein Ausstellungskapitel die materiellen und ideellen Bruchstellen, die mit dem Medienwechsel von analog zu digital auf dem Spiel stehen. Als Gegenpart dazu thematisiert das zweite Kapitel die Öffnung und Erweiterung von fotografischen Praktiken, des Bildraums, der Formate und die damit einhergehenden veränderten Leseweisen.


Vernissage: 08/09/2017, 19 Uhr im Port25 – Raum für Gegenwartskunst, Mannheim
Kuratoren: Florian Ebner, Christin Müller, Fabian Knierim,
Boaz Levin, Kerstin Meincke, Kathrin Schönegg