Erzählte Welt - Geschichten in der Kunst

01/07/2017 – 03/06/2018

Bereits im frühen Christentum wies Papst Gregor der Große der bildenden Kunst die Aufgabe zu, an den Wänden der Kirchen all jenen aus der biblischen Geschichte zu erzählen, die nicht lesen konnten. Seither haben sich die Sujets und die Art, in der sie erzählt werden, sowohl in der bildenden Kunst als auch in der Literatur grundlegend gewandelt. Schien in früheren Zeiten noch ein Erzählen mit Anfang, Mitte und Ende möglich zu sein, ist eine solch lineare Sturktur inzwischen einem erzählerischen Geflecht gewichen, das zeitliche Sprünge ebenso einbezieht wie räumliche Leerstellen. In welcher Weise spiegeln sich diese unterschiedlichen Formen des Erzählens in Werken der bildenden Kunst wieder? Zeigen sich erzählerische Strukturen ausschließlich in figurativen Motiven oder finden sie auch Eingang in abstrakte Kompositionen? Anhand von Werken aus dem Mittelalter bis in die Gegenwart geht die Ausstellung "Erzählte Welt - Geschichten in der Kunst" diesen Fragen zum künstlerischen Erzählen nach. Zu sehen sind unter anderem Werke von Mary Baumeister, Max Beckmann, Giorgio de Chirico, Max Ernst, Senta Geißler, Jochen Gerz, Ernst Ludwig Kirchner, Roy Lichtenstein, Daniel Spoerri und unbekannten Meistern des Mittelalters.


Kuratorin: Nina Schallenberg

Headerfoto: Cornelius Völker, Schwimmer, 1996, Öl auf Leinwand, 150 x 220,7 cm (Ausschnitt),
Städtische Sammlung Ludwigshafen, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2017