13. 02.2009 - 26.04.2009
Markus Vater. Heute denke ich mich in ein Blatt hinein.
Mit Markus Vater (*1970) startete die Rudolf-Scharpf-Galerie ihr neues Programm aktueller Kunst 2009. Durch zahlreiche Einzel- und Sonderausstellungen ist der in London lebende Künstler einem breiten Publikum bekannt. Sein wichtigstes Medium ist die Zeichnung, in der er die kleinen und großen Themen der Welt und der Kunst mit hintergründigem Humor aufgreift. Aber auch Malerei, Skulptur, Fotografie und Videokunst finden sich im breiten Repertoire seiner künstlerischen Mittel.
Die Ausstellung versammelte über 70 Arbeiten, darunter ein Querschnitt seines zeichnerischen Werks, vielfältige Leinwandarbeiten, Fotografien, eine Skulptur und die Video-Arbeit „The cave has been moved“.
08.05.2009 - 02.08.2009
Kaspar Toggenburger. Memento.
Erstmals wurde das Werk des schweizer Künstlers Kaspar Toggenburger (geb. 1960) einem größeren Publikum in der Rhein-Neckar-Region zugänglich gemacht. Rund 80 Werke, darunter Holzschnitte, Holzobjekte, Lichtkästen und Rundleuchten, gaben den Besuchern einen möglichst umfassenden Einblick in seine künstlerische Produktion der letzten Jahre.
Im Mittelpunkt der Ausstellung standen Toggenburgers jüngste Arbeiten, in denen er sich vorwiegend mit Holzbohrungen und der Anfertigung von Leuchtobjekten beschäftigt hat. Als Weiterentwicklung der sein Werk maßgeblich prägenden Holzschnitttechnik gewinnt die Bearbeitung des spröden Materials in diesen Jahren zunehmend künstlerische Autonomie. Mittels Bohrer, Oberfräse und Brennstab bearbeitet er Sperrholz in einem locker geführten Duktus, dessen Handschriftlichkeit an eine Zeichnung erinnert. Auf Leuchtkästen montiert und angestrahlt, erscheinen die Vertiefungen als immaterielle Lichtlinien, quasi schwebend im dunklen Raum.
Den Einsatz von Licht zur Sichtbarmachung und Durchdringung seiner Kunst, entwickelte Toggenburger weiter in einer 18teiligen Serie von Rundleuchten, die in Ludwigshafen erstmals zu sehen waren. Die in einer Kombination aus Spray- und Ritztechnik gefertigten Arbeiten variieren in einer schier unerschöpflichen Bandbreite das Motiv des isolierten Kopfes, das in Toggenburgers Werk eine zentrale Rolle einnimmt. Aus der mittelalterlichen Ikonographie des abgeschlagenen Hauptes Johannes des Täufers entlehnt, hat sich der Kopf im Laufe der Zeit in seinen Werken zunehmend verselbständigt und erscheint nun in Form eines leuchtenden Memento Mori.
15.08.2009 - 01.11.2009
Konsortium: Mastercopy
Die drei Künstler Lars Breuer, Sebastian Freytag und Guido Münch haben sich 2004 zum Konsortium zusammengeschlossen und betreiben einen gleichnamigen Projektraum in Düsseldorf. Sie gehören zu einer Generation junger Künstler, die sich in den letzten Jahren bewusst mit den abstrakten Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Ihre Formensprache bezieht sich auf ein Spannungsfeld von bedeutenden künstlerischen Positionen der Abstraktion und des Marken-Branding, wie es die Bildsprache der Werbewelt hervorbringt.
11.11.09 - 10.01.10
Francisco Sierra. The Universe
Der in Chile geborene und seit langem in der Schweiz lebende Künstler entwirft in seinen Serien von Miniaturen in Öl groteske Traum- und Alptraumwelten, die in ihrem unerschöpflichen Repertoire an Skurrilitäten und versteckten Grausamkeiten an Hieronymus Bosch und Francisco de Goya, aber auch an die großen Surrealisten des 20. Jahrhunderts denken lassen. Sie erscheinen wie Fluchtbilder aus der Realität – und führen deren Zwänge umso eindrücklicher vor Augen. In der Schweiz wurde Sierras Werk, das nun erstmals in Deutschland gezeigt wird, bereits mit mehreren wichtigen Preisen ausgezeichnet.