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Thomas Henke


Liquid Identities
17.03. – 28.05.2012

Grundlage des umfangreichen Projekts ist die über lange Zeit gewachsene Zusammenarbeit des Medienkünstlers Thomas Henke mit einzelnen Jugendlichen und kleineren Gruppen von Jugendlichen. Diese leben im Rhein-Main-Gebiet in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten. Die Jugendlichen selbst dokumentieren, oft über einige Jahre, mit subjektiver Kamera Momente ihres Lebens. Sie präsentieren ihren Schulalltag, ihre Freizeit, ihre Freundschaften
und Leidenschaften, ihre Lebensräume, ihre Anliegen und Wertvorstellungen.

Dieses filmische Material bildet die Basis für einen kontinuierlichen von Henke initiierten Dialog. In ihrer Vielfalt und Komplexität ermöglichen die filmischen (Selbst)-Beschreibungen eine Differenzierung in verschiedene personelle wie thematische Arrangements, die im Rahmen von Liquid Identities in mehreren
Modulen präsentiert werden. Die spielerische, selbstbestimmte, oftmals unorthodoxe Anwendung des Mediums im intuitiven Wechsel zwischen performativen und repräsentativen Verfahren erfordert ein eigenes Dispositiv.
Daher hat der Objektkünstler Lorenz Estermann für die mehrkanaligen Module eigene Präsentationsarchitekturen entwickelt. Sie lenken und unterstützen die Wahrnehmung der filmischen Dokumente und geben ihnen eine eigene Bestimmung im Raum. Mit der Ausstellung Liquid Identities (Volume IV–VII) findet das 2003 begonnene Projekt seinen Abschluss. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Kerber Verlag Bielefeld.

Thomas Henke (*1972) ist Medienkünstler, Filmemacher und Autor. Seine künstlerische Arbeit widmet sich vor allem dem Video-Porträt. Er ist Professor für Neue Medien an der Fachhochschule Bielefeld.

Thomas Henke, Liquid Identities (Volume IV–VII),
mehrkanalige Video-Installationen, Installationsbauten
von Lorenz Estermann, 2003–12 (Videostills)

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