Tomas Schmit - Bald ist wieder Schneckentreffen

01/07/2017 – 17/09/2017

Tomas Schmit (1943 - 2006) gehört zu den Pionieren der Fluxus-Bewegung in den frühen 1960er Jahren. Über Nam June Paik, den er 1961 traf, lernte er George Maciunas kennen und nahm an den ersten Fluxus-Aktivitäten teil. Zu seinen engen Künstlerfreunden gehörten unter anderem George Brecht, Ludwig Gosewitz, Arthur Köpcke, Dieter Roth und Gerhard Rühm. Seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit beschäftigte sich Tomas Schmit mit Sprache und Text; Ende der 1960er Jahre begann er zeichnerisch zu arbeiten. In humorvoller Weise thematisiert er in seinen Zeichnungen, Editionen und Künstlerbüchern Phänomene der Wahnehmung und der Sprachlogik. Seine paradoxalen, wortspielerischen Arbeiten sieht er als Teil eines Forschungsprojektes zur Evolution der Sinne und des Denkens. Dabei geht er immer von eigenen, konkreten Beobachtungen aus und behandelt in Zeichnungsserien und Texten unerklärliche Phänomene - zum Beispiel Übung für mutige: sich farben vorstellen, die es nicht gibt (1985). Die Ausstellung wird realisiert in Kooperation mit der Kunsthalle Lingen und dem Kunstverein Bremerhaven.


Kuratorin: Meike Behm, René Zechlin

Headerfoto: Tomas Schmit, nicht immer alles dazusagen!, 11.3.1999, Blei- und Farbstift auf Papier, 43-30,5 cm (Ausschnitt), Courtesy tomas schmit archiv / Galerie Barbara Wien, Berlin