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Restaurierung im whm

„Die wichtigste Aufgabe des Museums ist es, seine Sammlungen für die Zukunft zu bewahren (...)“ (ICOM, Code of Ethics for Museums, 4. November 1986 und 06.Juli 2001)

Die englische Bezeichnung „conservator“ (Konservator) umschreibt die Tätigkeit heutiger Restauratoren genauer als es die deutsche Bezeichnung tut. Denn in der zeitgemäßen musealen Restaurierung stehen präventive wie konservatorische Tätigkeiten im Vordergrund. Primäres Ziel ist es, Schäden an Kunstwerken zu vermeiden. Denn selbst die beste Restaurierung kann ein verloren gegangenes Stück Original niemals ersetzen. Ausstellungs-, Lager- und Transportbedingungen sowie Handling sind wichtige Faktoren, die den Erhaltungszustand eines Kunstwerks positiv oder auch negativ beeinflussen. Die Gestaltung der in diesem Zusammenhang zum Tragen kommenden Parameter wird von den Restauratoren auf Basis ihrer Fachkenntnis vorgenommen und möglichst auf jedes einzelne Kunstwerk abgestimmt.

Daneben gehören zu den Hauptaufgaben der Museumsrestauratoren die technische Objektuntersuchung und die Begutachtung von Kunstwerken. Die technische Untersuchung der Sammlungsobjekte ist eines der spannendsten Arbeitsfelder. Sie gibt Aufschluss über die Beschaffenheit eines Kunstwerks und bringt mitunter wichtige Fakten über Werkprozess, Veränderungen, Umgestaltungen und frühere Restaurierungen ans Licht. Fakten, die Indizien für eine zeitliche Einordnung des Kunstwerks sein können oder Aufschluss über die originale Gestaltung, Aussage sowie die Originalität geben.

Im Rahmen des Leihverkehrs geht es hingegen vor allem um die Dokumentation von Objektzuständen. Nach einer Ausleihe muss sicher festgestellt werden können, dass das Kunstwerk keinen Schaden erlitten hat. Hierzu ist eine gute Dokumentation des Vorzustandes unerlässlich.

Nicht zuletzt werden im Restaurierungsatelier des WHM natürlich auch Restaurierungen durchgeführt. Dies waren in der letzten Zeit vorwiegend Maßnahmen an den Objekten der Tassensammlung von Heinz Beck, die für eine Ausstellung vorbereitet wurden. 

"Stifter suchen Stifter" ist eine Initiative des Wilhelm-Hack-Museums, die eine Reihe von Restaurierungsprojekten in den kommenden Jahren ermöglichen wird. Ebenfalls wird die 2006 begonnene Kooperation mit der Fachhochschule Köln, Studiengang Restaurierung, fortgesetzt. Die Zusammenarbeit dient der restauratorischen Erfassung des gesamten Objektbestandes der Beck’schen Sammlung. Daneben wurden bereits einige Diplomarbeiten über Objekte des WHM geschrieben, weitere sind geplant.



Kontakt:

Herbert Nolden, Dipl. Restaurator
Restaurierungswerkstatt
T 0621. 504-3489
E-Mail herbert.nolden@ludwigshafen.de

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