Heimo Zobernig

13/04 – 07/07/2019

Mit seiner konzeptuellen, gattungsübergreifenden Praxis nimmt der in Wien lebende Künstler Heimo Zobernig eine zentrale Position in der zeitgenössischen Kunst ein. Seine Arbeiten, die Malerei, Skulptur, Video und Performance ebenso umfassen wie Architektur, Grafik- und Möbeldesign, zeichnen sich durch eine einfache geometrische Formensprache sowie unprätentiöse Materialästhetik aus. Subtil und hintergründig befragen die Werke Stile, Themen und Diskurse der Kunst des 20. Jahrhunderts. Formen der Abstraktion und die Möglichkeit von Malerei und Skulptur werden dabei ebenso thematisiert wie Fragen der Präsentation, des Ausstellungskontextes sowie des Verhältnisses von Funktionalität und Autonomie. Die Ausstellung rückt Zobernigs gestalterische Praxis in den Fokus. Präsentiert wird eine Auswahl von Ausstellungsplakaten, Künstlerbüchern und Katalogen von 1980 bis heute, die seine Beschäftigung mit typografischen Gestaltungsprinzipien sowie Sprache und Literatur zum Ausdruck bringen. Heimo Zobernig (geboren 1958 in Mauthen, Österreich), seit 2000 Professor für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien, gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern Österreichs. 2015 bespielte er den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig.

Kuratorin: Astrid Ihle