Rudolf Scharpf

Miroir – Malerei 
05/09 – 18/10/2020

Der Ludwigshafener Künstler Rudolf Scharpf (1919  – 2014) übereignete 1977 seiner Heimatstadt ein Haus im traditionsreichen Hemshofviertel, mit der Auflage, dieses als Ausstellungsraum für junge Kunst zu nutzen. Bis heute ist die Rudolf-Scharpf-Galerie das junge Schaufenster des Wilhelm-Hack-Museums und dient als Projekt- und Ausstellungsraum für aktuelle künstlerische Positionen.

Als Künstler ist Scharpf insbesondere für seine Holzschnitte bekannt. Seit den 1950er -Jahren hat er ein umfangreiches Holzschnittwerk geschaffen, das zeitgenössische Strukturen adaptiert und die Fähigkeit der Anpassung an moderne Ausdrucksweisen unter Beweis stellt. Weniger bekannt dürfte sein, dass sich Scharpf neben dem Holzschnitt auch der Malerei gewidmet hat, die insbesondere im Spätwerk des Künstlers einen wichtigen Platz einnimmt. Seine Gemälde stehen nicht im Gegensatz zur streng linear und schwarz-weiß geübten Grafik, sondern nehmen in teils offensichtlicher, teils subtiler Weise auf die grafische Linien- und Formensprache Bezug. Sie spiegeln den intensiven Versuch des Künstlers, die Möglichkeiten der Malerei als weitere Dimension des Ausdrucks auszuloten. 

Große Teile seines künstlerischen Oeuvres schenkte Scharpf der Stadt Ludwigshafen bereits zu Lebzeiten, ein weiteres Konvolut hinterließ er testamentarisch. Zur Aufarbeitung seines künstlerischen Nachlasses finden in regelmäßigem Wechsel Ausstellungen daraus in der Rudolf-Scharpf-Galerie statt.

Eröffnung am 04/09/2020, 18 Uhr in der Rudolf-Scharpf-Galerie-Galerie
Kuratorin: Susanne Ecker