Expressionismus

Mit dem Expressionismus entstand Anfang des 20. Jahrhunderts ein bedeutender deutscher Beitrag zur Entwicklung der modernen Kunst. Die Gründung der Künstlervereinigung Brücke 1905 in Dresden durch Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel u. a. setzte hier einen wichtigen Anfangspunkt. Wenige Jahre später formierte sich mit dem Blauen Reiter in München um Wassily Kandinsky ein weiteres Zentrum, das in engem Austausch mit der europäischen Avantgarde stand. Stilistisch gehen die Werke der Expressionisten weit auseinander, ihre Schöpfer einte jedoch die Kritik an einem bürgerlichen Lebensstil und einer akademischen Kunstauffassung. Anstatt die wahrnehmbare Wirklichkeit detailgenau nachzuahmen, suchten sie ihren Empfindungen Ausdruck zu verleihen. Farben und Formen gewannen an eigener Bedeutungskraft. Die Stadt Ludwigshafen begann in den 1950er-Jahren verstärkt Werke aus dem Umfeld des Expressionismus anzukaufen, darunter Arbeiten von Kirchner, Heckel, Wilhelm Lehmbruck, Otto Mueller, Emil Nolde und Max Pechstein. Ergänzung fanden sie durch Werke aus der Sammlung von Wilhelm Hack wie etwa von Max Ernst, August Macke, Wilhelm Morgner und Robert Delaunay.

 

Ausstellungsansicht aus "hackordnung #3 – Sounds & Silence" 01/10/2011 bis 09/09/2012.