Nouveau Réalisme und Fluxus

Die Verbindung der Kunst mit der Banalität des alltäglichen Lebens zeichnet zwei Kunstbewegungen aus, die Anfang der 1960er-Jahre in Europa und den U.S.A. entstanden: Nouveau Réalisme und Fluxus. Mit der Unterzeichnung eines von Pierre Restany verfassten Manifestes, das die kompromisslose Hinwendung zur Realität forderte, formierte sich 1960 die Gruppe der Nouveaux Réalistes. Zu ihren Mitgliedern zählten Arman und Daniel Spoerri, deren Werke sogenannten objets trouvés und flüchtigen Alltagssituationen Dauer verliehen. 1962 gründete sich auf Initiative von George Maciunas in New York die Fluxus-Bewegung, deren Vertreterinnen und Vertreter ebenfalls die Vergänglichkeit des Lebens in den Vordergrund stellten. Entsprechend handelt es sich bei Fluxus-Werken häufig um Performances oder Aktionen, die nur durch Relikte oder Anleitungen überliefert sind. Ein Schwerpunkt der europäischen Fluxus-Bewegung lag im Rheinland um Künstlerinnen und Künstler wie Mary Bauermeister, Joseph Beuys, Wolf Vostell, Dieter Roth und Robert Filliou. Zahlreiche der in Auflage hergestellten Objekte, Grafiken, Künstlerbücher und -schallplatten weckten auch das Sammlerinteresse von Heinz Beck.

 

Ausstellungsansicht aus "hackordnung #3 – Sounds & Silence" 01/10/2011 bis 09/09/2012.